Mein Schreiben ist derzeit von meinen Vorfahren bestimmt, da ich Feldpost und Lebensaufzeichnungen, behördliche und private Briefe, Fotos und Urkunden aufarbeite. Dabei fühle ich mich besonders mit meinem Onkel Karlheinz verbunden, der in diesem Bild von 1927 als kleiner Prinz ganz vorne in der Mitte sitzt und in keinster Weise ahnt, was ihn mit Anfang zwanzig im Osten erwarten wird, obwohl er vom Süden träumt.

Meinem Großvater Oskar Hermann Max, der 1920 Deutscher Meister im 110-Meter-Hürdenlauf wurde, soll ich hingegen optisch ähneln. Er, der achtzig Jahre vor mir geboren wurde und den ich ebenfalls niemals kennenlernen konnte, steht hinten rechts, etwas seltsam in den Raum gelehnt, wodurch es so wirkt, als wäre er ein Zeitreisender, der sich ins Bild mogelt, oder eben ich selbst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.